OZ/LOKAL/HRO vom 21.01.2012
Neuapostolische Gemeinde investiert 2,5 Millionen Euro in den Neubau.
Hansaviertel (OZ) – Das graue Fundament an der Kreuzung Voßstraße Ecke Satower Straße ist mit Pfützen und einer dünnen Matsch-Schicht bedeckt. Metallstreben ragen in die Höhe, Absperrband führt von der Öffnung im Bauzaun zu einem viereckigen Loch im Betonboden. Hier kommt die Kassette hinein, die mit einigen Zeit-Dokumenten wie Münzen und Zeitschriften befüllt wird.
Natürlich darf dabei eine aktuelle Ausgabe der OSTSEE-ZEITUNG nicht fehlen.
Rund 150 Menschen, Vertreter der Stadt und Mitglieder der Neuapostolischen Kirche sind gekommen. Sie feiern die Grundsteinlegung für das neue Gotteshaus der Gemeinde. Unter ihnen auch Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU).
Karina Jens füllt Beton ins Fundament. Dieter Böttcher (r.) und Roland Methling (2.v.r.) passen auf, dass sie alles richtig macht. Foto: Kai Lachmann
Methling verrät den Zuhörern, dass er schon vor 40 Jahren eine Beziehung zu dem Standort aufgebaut habe: „Damals wohnte ich als Student gegenüber. Hier konnte man immer über Gleise laufen und die Bahntransportpolizei austricksen.“ Auch die Stadt hat Pläne an der Satower Straße. „Das Gelände bis zur Sankt-Johannis-Kirche im Barnstorfer Wald wollen wir parallel zu diesem Neubau entwickeln“, kündigt Methling an. Gegenüber vom neuen Gotteshaus sollen Wohnhäuser gebaut werden.
„Das wird uns nicht weiter stören“, versichert Böttcher. Die Fenster würden schallisoliert, damit auch der Bahnverkehr neben der Kirche in dem Gebäude nicht zu hören sein werde. Denn das Gotteshaus soll nicht nur sakral genutzt werden, sondern auch als Raum der Ruhe und Besinnung dienen. „Es wird das neue Zentrum für die Gemeinde“, sagt Architekt René Goethel.
Die erste Herausforderung haben die Planer schon bewältigt. „Das Gelände war von einer riesigen Abwasserleitung und einer für Telekommunikation durchzogen“, erzählt Goethel. „Beide mussten erst mal verlegt werden.“ Nun kann der Hochbau beginnen. Zum Sommer 2013 soll die Kirche übergeben werden.
Kai Lachmann
Quelle: Ostsee Zeitung